13.02.2014

Fernwärmeprojekt Wieselburg: Brau Union Österreich fördert nachhaltiges Brauen

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Als größtes heimisches Brauereiunternehmen setzt die Brau Union Österreich gemeinsam mit der Firma WIBEBA-HOLZ mit technischen Innovationen Zeichen für die Umwelt

Linz / Wieselburg, Februar 2014. Bier ist mehr als nur ein Getränk – Bier ist ein wichtiger Teil der Lebenskultur. Als größtes Brauereiunternehmen Österreichs ist es für die Brau Union Österreich selbstverständlich, ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachzukommen. Drei strategische Schwerpunkte stehen in diesem Bereich auf der Agenda des Unternehmens: Es möchte die Umweltauswirkungen seiner Produkte laufend verbessern, Mitarbeiter und die Gemeinschaften, in denen es tätig ist stärken, und die Rolle von Bier in der Gesellschaft positiv beeinflussen. Zentrales Anliegen der Brau Union Österreich ist es, die beste Bierkultur für die Zukunft zu schaffen: Die österreichische Bierkultur soll in Einklang mit den modernen sozialen und ökologischen Herausforderungen gebracht werden.

Innovative Projekte helfen die Umwelt zu schonen
Auf dem Gebiet des Klimaschutzes versucht die Brau Union Österreich vor allem mit Innovationen im technischen Bereich immer wieder neue Wege zu gehen, Vorreiter zu sein. So laufen derzeit an den einzelnen Brauereistandorten unterschiedliche Projekte, die alle darauf abzielen, die Bierproduktion noch effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten.

Eines der herausragendsten Projekte in diesem Bereich wurde am 13. Februar in der Brauerei Wieselburg eröffnet. Die Brauerei, die lange als die modernste Europas galt und in der Bierspezialitäten wie Wieselburger, Kaiser und auch Heineken gebraut werden, setzt im Bereich der Wärmegewinnung neue Akzente in der Branche und überzeugt durch ein Kooperationsprojekt mit einer benachbarten Firma: Das Unternehmen WIBEBA-HOLZ betreibt neben der Brauerei Wieselburg ein Laubholzsägewerk. Von diesem bezieht die Brauerei Fernwärme, geplant sind insgesamt rund 8GWh pro Jahr. Diese decken rund 50 Prozent des Wärmebedarfs der Brauerei Wieselburg ab, dieser lag 2012 zuletzt bei etwa 57.000.000MJ. Um der Brauerei die Fernwärme in Form von Dampf (anstatt Heißwasser) zur Verfügung stellen zu können, errichtete WIBEBA-HOLZ ein eigenes Biomassekraftwerk.

Brauerei Wieselburg überzeugt mit Kooperationsprojekt
Die Brauerei Wieselburg beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren mit dem Thema der Energieoptimierung ihrer Produktionsprozesse. Der Schwerpunkt der Verbesserung lag in den letzten Jahren besonders im Bereich der Prozess- und Gebäudetechnik. Investitionen in innovative Heizsysteme mit geringem Wärmeverbrauch im Bereich der größten Energieverbraucher im Sudhaus oder die Rückgewinnung von Abwärme aus der Produktion standen dabei im Vordergrund. In der Gebäudetechnik wurde bei Neuerrichtungen beziehungsweise der Modernisierung des Bestandes besonderes Augenmerk auf energiesparende Niedertemperaturheizungen und regenerative Lüftungssysteme gelegt. So wurden in den Lagerhallen Fußbodenheizungen im Ausmaß von mehr als 6000 m² verlegt, welche zur Gänze mit Abwärme beheizt werden. All diese Maßnahmen führten dazu, dass die Brauerei Wieselburg heute zu den energieeffizientesten Betrieben der Branche zählt. Zahlreiche Teilnahmen an internationalen Energie–Benchmark-Studien von Brauereien weisen die Brauerei Wieselburg unter den besten 5 Prozent im weltweiten Vergleich der Braustätten aus und belegen somit den Erfolg des eingeschlagenen Weges. Diese sehr positive Entwicklung in der Vergangenheit findet jetzt ihre eindrucksvolle Fortsetzung im Kooperationsprojekt mit WIBEBA-HOLZ. Während bisher vor allem Verbesserungsmaßnahmen den Energieeinsatz betreffend durchgeführt wurden, eröffnet der nun eingeschlagene Weg neue Möglichkeiten auch über den Energieträger nachzudenken. Wurde der thermische Energiebedarf der Brauerei Wieselburg bislang ausschließlich über Erdgas abgedeckt, gab es vor rund drei Jahren erste Ideen, wie  der Betrieb auch in Richtung CO2-Neutralität weiterentwickelt werden könnte. Im Zuge der Konzeption wurde klar, dass zur Abdeckung der Prozesse mit grüner Energie ein Mix verschiedener Energieträger benötigt werden würde. Studien zur energietechnischen Verwertung der Nebenerzeugnisse, wie Biertrebern oder Überschusshefe, zu Biogas mit der Möglichkeit der direkten Verbrennung im Dampfkessel oder der Erzeugung von Strom über Kraft-Wärme-Kopplung gehörten ebenso dazu wie die Verwendung von Energie aus Hackgut, Rinde oder Nebenerzeugnissen der Holzveredelung. Aufgrund der unterschiedlichen Energieniveaus, die die Brauerei benötigt, ergab sich somit eine 3-Teilung die sich am besten über die Druckniveaus des Dampfnetzes beschreiben lässt. Das höchste Druck-Niveau liegt im Bereich von 5 bis 8 bar Dampf aus dem eigenen Dampfkessel. Dabei würden ca. 25-30 Prozent der Gesamtmenge über Biogas im Sinne der direkten Verbrennung abgedeckt werden. Dann folgt der mittlere Druckbereich im Bereich von 2 bis 4,8 bar Dampf, welcher über Fernwärmekopplung aus Holz abgedeckt werden könnte und den größten Anteil mit ca. 50 Prozent des Wärmebedarfes ausmacht. Weitere 20-25 Prozent der Energiemenge betreffen den niedrigsten Temperaturbereich kleiner 1 bar Dampfdruck. „Natürlich konnten wir keine der angesprochenen Varianten alleine bearbeiten und so suchten wir Partner, um die Konzepte auf ihre Machbarkeit zu prüfen. In der Firma WIBEBA-HOLZ fanden wir einen ausgezeichneten Partner, das angedachte Konzept der Energieversorgung über Dampf in die Realität umzusetzen“, beschreibt Braumeister DI Christian Huber die Planung des Projektes, „es freut mich sehr, dass wir mit der heutigen offiziellen Eröffnung der Fernwärmekopplung WIBEBA und Brauerei Wieselburg ca. 50 Prozent des Energiebedarfes der Brauerei CO2-neutral abdecken können. Mit diesem Projekt hat die Brauerei Wieselburg einen Meilenstein in Richtung nachhaltiger Bier-Produktion gesetzt.“

Auch der niederösterreichische Energie-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf ist von der Innovativkraft des Projektes überzeugt: "Hier wird gezeigt, wie durch betriebsübergreifende Zusammenarbeit die Energieeffizienz gesteigert und die Kosten gesenkt werden können. Davon profitieren nicht nur die beiden Unternehmen, sondern auch die Umwelt. Dieses Projekt hat Vorbildcharakter und leistet einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Energieziele, die wir uns in Niederösterreich gesteckt haben."

Über die Brau Union Österreich
Rund 4700 THL setzt die Brau Union in Österreich in einem Jahr ab - mit zwölf führenden Biermarken und über 100 Biersorten. Die Brau Union Österreich ist Marktführer und steht sowohl für internationale Premium-Brands wie Heineken und Desperados, als auch für nationale Top-Marken wie Gösser oder Zipfer und für regionale Marken wie Puntigamer, Kaiser, Schwechater, Schladminger, Reininghaus oder Wieselburger. Über 2000 Mitarbeiter in ganz Österreich sorgen dafür, dass rund 49.000 Kunden im ganzen Land mit Bier versorgt werden. Dass die Brau Union Österreich dabei auf beste Rohstoffe, höchste Qualität und nachhaltige Produktion – sowohl im Umwelt- als auch im gesellschaftlichen Bereich setzt – versteht sich von selbst. Seit 2003 ist die Brau Union Österreich Teil der internationalen Heineken-Familie.

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Bilder

Eröffnung Fernwärme-Anlage in der Brauerei Wieselburg 13.2.2014
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Eröffnung Fernwärme-Anlage in der Brauerei Wieselburg 13.2.2014
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Eröffnung Fernwärme-Anlage in der Brauerei Wieselburg 13.2.2014
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Kontakt

MAG. DR. GABRIELA MARIA STRAKA, EMBA
Leitung Kommunikation/PR & CSR
Pressesprecherin
Diplom-Biersommelière
BRAU UNION ÖSTERREICH AG
 
Telefon: +43 732/6979-2670 
Mobile: +43 664/8381864 

Eröffnung Fernwärme-Anlage in der Brauerei Wieselburg 13.2.2014 (. JPG )

v.l.n.r.: Brmst. DI Christian Huber, Johann Sunk, Elisabeth Sunk, Gen.Dir. DI Dr. Markus Liebl, Ing. Markus Sunk, Ing. Wolfgang Sunk

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